Adventszeit
 Adventskranz (Quelle: Steitz-Röckener)
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Hiermit beginnt das Kirchenjahr. Da das Kirchenjahr die Wirkungsgeschichte Jesu auf
Erden darstellt, beginnt es mit der Erwartung auf seine Ankunft bzw. Christi Geburt.
Das lateinische Wort "Advent" bedeutet "Ankunft". Adventszeit nennen wir die
vier Sonntage vor dem Weihnachtsfest. Es ist die Zeit der Vorbereitung auf die Geburt
Jesu. Wenn man ab dem 1. Advent in die Kirche geht, sieht man dort oft einen Adventskranz.
Dieser trägt vier Kerzen, für jeden Sonntag eine.
Liturgische Farbe: violett bedeutet, dies ist die Zeit der Vorbereitung, der Stille und des Nachdenkens.
Der Weihnachtsfestkreis.
Nikolaustag
Im 4. Jahrhundert lebte in Myra in der Türkei ein Bischof mit dem Namen Nikolaus. Er half
besonders den armen Menschen und war bei den Leuten sehr beliebt, besonders bei den Kindern.
Zur Erinnerung an ihn feiern wir am 6. Dezember den Nikolaustag mit Liedern, kleinen
Geschenken und bunten Tellern.
Der Weihnachtsfestkreis.
Weihnachten
 Unsere Krippe
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Im 4. Jahrhundert feierten Christen im Rom dieses Fest zum ersten mal. Der deutsche Name "Weihnachten"
entstand aus dem Altdeutschen. Dort hieß die heilige Nacht übersetzt "wihe Nacht". Daraus wurde später
dann "Weihnacht".
Am Heiligen Abend, dem 24.12., feiern wir den Geburtstag von Jesus. Er wurde in einem Stall bei der Stadt Bethlehem
geboren. Die Engel verkünden den Hirten auf den Feldern die gute Nachricht zu erst:
"Gottes Sohn kommt zu euch auf die Welt." Daraufhin eilten sie zum Stall und beteten das Kind an.
An den anschließenden 1. und 2. Weihnachtstag beginnt auch die eigentliche Weihnachtszeit,
die bis zum 2. Februar Maria Lichmess andauert.
Liturgische Farbe: weiß, die Freude über Jesus.
Der Weihnachtsfestkreis.
Epiphanias - Erscheinung des Herrn
 Die drei Weisen
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Der 6. Januar ist auch unter dem Namen Dreikönigstag bekannt. Epiphanias ist ein griechisches
Wort und bedeutet "Tag der Erscheinung". Gemeint ist damit auch die Ankunft von Jesus in der Welt.
An diesem Tag sollen drei Weise Männer aus dem Morgenland, geleitet von einem Stern, der über
dem Stall in Bethlehem stand, zur Krippe gekommen sein, um Jesus zu sehen. Die Männer waren wohle keine
Könige, eher Sterndeuter aus den Orient. Sie brachten die Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe zur Krippe.
In Deutschland ist es Tradition, dass um den 6. Januar herum Kinder als Könige verkleidet
von Haus zu Haus ziehen und Geld für Hilfsprojekte sammeln.
Liturgische Farbe: weiß, die Freude über Jesus.
Der Weihnachtsfestkreis.
Aschermittwoch
Mit dem Ende des Karnevals, der in vielen Ländern gefeiert wird und kein kirchliches Fest ist,
beginnt die Fastenzeit.
Der Aschermittwoch bekam seinen Namen durch einen alten Brauch: Als Zeichen der der Umkehr
zu Gott zogen die Leute einfache Kleider an und streuten Asche auf ihr Haupt. Im katholischen
Raum bekommt man in der Kirche ein Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet.
Liturgische Farbe: violett bedeutet, dies ist die Zeit der Vorbereitung, der Stille und des Nachdenkens.
Der Osterfestkreis.
Fastenzeit / Passionszeit
Die Fastenzeit, die mit Aschermittwoch beginnt und nach 40 Tagen in der Osternacht endet, beginnt eine
Zeit der Vorbereitung. Man bereitet sich auf das Osterfest mittels Fasten vor. Fasten bedeutet,
dass man auf "schöne" Dinge wie zum Beispiel Süßigkeiten verzichtet.
Die Fastenzeit wird auch Passionszeit genannt. Passion heißt leiden und in diesen Wochen denken wir in
der Kirche an das Leben Jesu kurz vor seinem Tod.
In dieser Zeit wird das Kreuz in der Kirche mit einem Tuch verhüllt.
Liturgische Farbe: violett bedeutet, dies ist die Zeit der Vorbereitung, der Stille und des Nachdenkens.
Der Osterfestkreis.
Palmsonntag
Dies ist der Sonntag vor Ostern, der an Jesu Einzug in Jerusalem erinnern soll.
Jesus ritt in Erfüllung alttestamentlicher Prophetie auf einem Eselsfüllen in Jerusalem
ein und gab sich so als König des Friedens und der Gerechtigkeit zu erkennen.
In der christlichen Kirche steht der Palmsonntag ganz im Zeichen der vorösterlichen Woche. In
der katholischen Kirche und der orthodoxen Kirche feiert man diesen Tag mit einer Prozession.
Liturgische Farbe: rot, die Kraft Gottes, des Heiligen Geistes.
Der Osterfestkreis.
Gründonnerstag
Dieser Tag hat wahrscheinlich seinen Namen nach dem althochdeutschen Wort "greinen",
das bedeutet "klagen". Möglich wäre auch eine Beziehung zum Essen von grünen Kräutern oder zu der Sitte,
Büßer an diesem Tag als "grüne Zweige" wieder in der Kirchengemeinschaft aufzunehmen. Neben der Wiederannahme
der Büßer wird an diesem Tag in der römisch-katholischen und orthodoxen Kirche das Öl geweiht und eine
Fußwaschung vorgenommen.
Am Gründonnerstag hören wir vom letzen gemeinsamen Mahl Jesu mit seinen Freunden und den Gesprächen.
An diesem Tag feiert man in Gedenken daran das Abendmahl.
Liturgische Farbe: rot, die Kraft Gottes, des Heiligen Geistes.
Der Osterfestkreis.
Karfreitag
Der Freitag vor Ostern heißt Karfreitag. "Kara" ist ein althochdeutsches Wort für Wehklage.
An diesem Tag gedenken wir im Gottesdienst an Jesu Verurteilung und seinen Kreuzestod. Karfreitag
und auch Karsamstag sind Tage des Fastens und der Stille in Vorbereitung auf den Gottesdienst
der Osternacht. An Karfreitag wird das Kreuz wieder enthüllt.
Liturgische Farbe: rot, die Kraft Gottes, des Heiligen Geistes.
Der Osterfestkreis.
Ostern
Dieses ist das älteste christliche Fest, an dem die Auferstehung Christi gefeiert wird.
Dieser Auferstehung wird in der Osternacht gedacht.
In dieser Nacht endet die Trauer, die Osterkerze wird gesegnet und angezündet. Häufig
werden in dieser Nacht Taufen durchgeführt. Dieses ist auf die Entstehung zurückzuführen, denn
im 2-ten Jahrhundert entstand die Sitte, dass Osterfest zu feiern und zumeist Taufen durchzuführen.
Auf dem Konzil von Nicäa 325 n. Chr. wurde beschlossen, am ersten Sonntag nach dem
ersten Frühlingsvollmond das Fest zu begehen, da es zuvor Streit über den genauen Termine gab.
Liturgische Farbe: weiß, die Freude über Jesus.
Der Osterfestkreis.
Himmelfahrt
Vierzig Tage nach Ostern feiern wir das Fest Christi Himmelfahrt und entstand
erst 400 Jahre nach Jesu Tod.
Es wird die biblische Geschichte erzählt, dass Jesus nach seiner Auferstehung
noch einmal seinen Freunden begegnet, so wie es der Engel am Grab es sagte. Danach
war Jesus nicht mehr sichtbar. Die Freunde Jesu erklärten es sich so, dass er auf einer
Wolke in den Himmel auffuhr.
Heute sagen wir, dass Jesus zurück zu Gott kehrte, aber in unseren Gedanken und Herzen bei uns
Menschen ist.
Liturgische Farbe: weiß, die Freude über Jesus.
Der Osterfestkreis.
Pfingsten
 Die Taube
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50 Tage nach dem Tod Jesu kam der Heilige Geist über die Jüngerinnen und
Jünger (vgl. Apostelgeschichte 2,1) . Sie Sprachen nun alle in verschiedenen Sprachen, konnten
sich aber trotzdem gegenseitig verstehen. Man sagt auch, dass das Evangelium, die
Frohe Botschaft, in allen Sprachen der Welt verkündigt und verstanden wurde und wird.
Erst nach diesen 50 Tagen traten die Jüngerinnen und
Jünger zum ersten mal wieder in der Öffentlichkeit auf und verkündigten Jesus, den Messias. Pfingsten wird auch
als Geburtsstunde der Kirche betrachtet, da ab dieser Zeit das Evangelium nach dem Tod Jesu
öffentlich verkündigt wurde. Zu dieser Zeit hielt Petrus seine berühmte Pfingstpredigt, Tausende
ließen sich taufen und schlossen sich zur ersten chritlichen Gemeinde zusammen.
Der Name Pfingsten leitet sich vom griechischen "pentekoste" ab, welches, wie
man sich denken kann, 50 bedeutet. Das bekannteste Symbol für den Heiligen Geist ist
die weiße Taube, aber auch das Feuer und die Flamme.
Das Fest Pfingsten entspringt wie Ostern einem jüdischen Fest, der Schawuot (Erntefest), die
Darbietung der Erstlingsfrüchte 50 Tage nach dem Pessach-Fest (Beginn der Getreideernte).
Liturgische Farbe: rot, die Kraft Gottes, des Heiligen Geistes.
Der Osterfestkreis.
Dreifaltigkeitssonntag
Der Sonntag nach Pfingsten heißt Dreifaltigkeitssonntag (evangelische Kirche: Trinitatis). Mit
diesem Sonntag wird der Glaube an der dreieinigen Gott gefeiert (Geheimnis des Glaubens).
 Dreifaltigkeit - ein Versuch zur Darstellung
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Wir Christen glauben an Gott, an Jesus und an den Heiligen Geist. Diese Drei sind eine Einheit.
Gott zeigt sich uns in Jesus, der als Mensch auf die Welt kam und er zeigt sich
uns durch seine Kraft, den Heiligen Geist.
Man sagt auch: Kein Gott ohne Jesus, kein Jesus ohne Gott durch den Heiligen
Geist, also ein Wesen in drei Beziehungen ("una substantia, tres relationes").
Liturgische Farbe: weiß, die Freude über Jesus.
Die Zeit im Jahreskreis.
Fronleichnam
Fronleichnam leitet sich vom mittelhoch- deutschen "vrônlîchnam"
ab und bedeutet "Leib des Herrn" (vrôn = Herr und lîchnam = lebendiger Leib).
 Fronleichnamsprozession auf Herz Mariä 2001
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Im lateinischen spricht man auch vom "Corpus Christi", der in der geweihten Hostie
anwesende Christi. Das Fronleich- namsfest ist das Hochfest des Leibes und Blutes
Christi, wird am zweiten Donnerstag nach Pfingsten gefeiert und wurde 1264 durch
Papst Urban IV allgemein eingeführt.
In vielen Dörfern und Städten gibt es Prozession, bei denen die Hostie (Abendmahlsbrot) und
der Weinkelch oder die Monstranz zum Zeichen der Erinnerung an Jesus und sein letztes
Abenmahl mit seinen Freunden mitgeführt werden.
Liturgische Farbe: weiß, die Freude über Jesus.
Die Zeit im Jahreskreis.
Erntedank
 Erntedank Dekoration
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Am ersten Sonntag im Oktober feiern wir das Erntedankfest. Häufig ist die Kirche mit allen Gaben,
die geerntet wurden, geschmückt: Das Korn, das Gemüse, das Obst. Wir Christen danken für die Gaben, für Gottes Schöpfung,
für die Sonne und den Regen. Gott hat uns diese Erde anvertraut und wir sollen gut mit ihr umgehen.
Liturgische Farbe: grün bedeutet wachsen und reifen.
Die Zeit im Jahreskreis.
Allerheiligen
Mit dem November geht das Kirchenjahr zu Ende. Der 1. November ist ein wichtiger Gedenktag für katholische Christen.
Am Tag Allerheiligen erinnern sich die Christen besonders an die Menschen, die in ganz besonderer Nachfolge
von Jesus Christus gelebt haben. Oft wurden diese Menschen deswegen verfolgt. Diese besonderen Menschen nennt man
auch Heilige.
Liturgische Farbe: weiß, die Freude über Jesus.
Die Zeit im Jahreskreis.
Allerseelen
An Allerseelen, einem weiteren wichtigen Gedenktag katholischer Christen, denken die Katholiken
an alle Menschen, die gestorben sind.
Liturgische Farbe: violett bedeutet, dies ist die Zeit der Vorbereitung, der Stille und des Nachdenkens.
Die Zeit im Jahreskreis.
St. Martin
 Der heilige Martin
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Am 11. November feiern wir traditionell mit Lichterumzügen (Laternen) und Liedern
den Martinstag. In manchen Orten gibt es an diesem Tag auch eine Gans zum Abendessen,
die Martinsgans.
Der 11.November ist der Tag des heiligen Martins, eines Bischofs, der im 4.
Jahrhundert lebte. Dieser war, bevor er Bischof wurde, ein römischer Offizier.
Man erzählt von ihm, dass er seinen Offiziersmantel mit einem frierendem Bettler
teilte.
Christkönigssonntag
Am letzten Sonntag des Kirchenjahres denken wir im Gottesdienst an die Menschen,
die gestorben sind. Gott tröstet die, die traurig, weil sie einen lieben Menschen
verloren haben. In der katholischen Kirche heißt dieser Sonntag Christkönigssonntag.
Liturgische Farbe: grün bedeutet wachsen und reifen.
Die Zeit im Jahreskreis und das Kirchenjahr gehen zu Ende. Das neue Kirchenjahr beginnt mit dem 1. Advent.
Das Kirchenjahr als Übersicht (Quelle: Steitz-Röckener) findet Ihr hier:
-> Das Kirchenjahr <-
"Das Kirchenjahr den Kindern erklärt" von Beate Steitz-Röckener (1994) ist
eine Quelle für diesen Kalender. Die Übersicht zum Kirchenjahr und die Abbildung des Adventskranzes wurden
dieser Lektüre entnommen.
Weitere Informationen stammen von unseren Gemeindegeistlichen.